Schutz bei Mietstreitigkeiten

Mietrechtsschutz ist für Mieter ein muss

Rechtsschutzversicherungen ganz allgemein werden in Deutschland immer wichtiger. Der Mieterrechtsschutz ist davon nicht ausgenommen. Ganz im Gegenteil. Deutschland ist ein Mieterland. paragraph-1005411_640(3)Die meisten Deutschen wohnen in gemieteten Wohnungen oder Häusern. In anderen Ländern ist das mitnichten so. Deshalb kennen andere Länder auch nicht so ein umfangreiches Mietrecht wie Deutschland. Dennoch muss der Mieter oftmals um seine Rechte kämpfen und benötigt dazu entsprechenden Schutz.

Eine Mietrechtsschutzversicherung wird meist im Paket mit einer Rechtsschutzversicherung für Familien, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Grundstücksbesitzerrecht und anderen Modulen angeboten. Es empfiehlt sich auch stets, mehrere Module des Rechtsschutzes bei einem Versicherungsunternehmen zu kombinieren und nicht etwa 2 verschiedene Module bei 2 verschiedenen Unternehmen zu kaufen. Zum einen sind kombinierte Module immer günstiger, zum anderen ist es gesetzlich nicht gestattet, gleichzeitig 2 Rechtsschutzversicherungen zu besitzen.

Wie bei den anderen Rechtsschutzmodulen besteht auch bei der Mietrechtsschutzversicherung immer die Möglichkeit, einen Selbstbehalt zu vereinbaren. Der Selbstbehalt bedeutet, dass der Versicherungsnehmer bei Versicherungsfällen unterhalb der Summe des Selbstbehaltes die Kosten selbst trägt. Erst die über der Summe des Selbstbehaltes liegenden Kosten werden von der Versicherung getragen. Dies hat für die Versicherung den Vorteil, dass sie sich nicht mit marginalen Fällen belasten muss. Außerdem wird so der Streithansel darin gehindert, seinem Hobby nachzugehen. Für den Versicherungsnehmer bedeutet der Selbstbehalt, dass er seine Prämie senken kann.

Das Kleingedruckte beachten

Beim Abschluss einer Mietrechtsschutzversicherung sollte man stets beachten, wofür konkret diese Versicherung eintritt. Im Kleingedruckten der Versicherung sind dazu genauere Ausführungen vorhanden. Denn die Versicherung tritt mitnichten für alle gemieteten Sachen ein. Im Allgemeinen nur für Wohnraum, nicht etwa für Kfz. Und schon gar nicht für technische Geräte, die irgendwo ausgeliehen worden sind.

Beim Abschluss einer solchen Versicherung ist zu beachten, welche Bedingungen die Versicherung vorgibt. Hier empfiehlt sich alle Male ein Vergleich der Anbieter. Manche Versicherungen schreiben beispielsweise die Beauftragung eines von der Versicherung anempfohlenen Anwaltes vor.

In jedem Fall verlangt die Versicherung, dass vor Beauftragung eines Anwaltes durch den Anwalt die Kostenübernahme bei der Mietrechtsschutzversicherung eingeholt wird. Ganz besonderen Wert sollte der Versicherungsnehmer auf die Tatsache legen, dass eine Versicherung stets nur für jene Fälle eintritt, die innerhalb des Versichertenzeitraums eingetreten sind. Es hat also keinen Zweck, etwa gegen eine Betriebskostenabrechnung mithilfe der Rechtsschutzversicherung vorgehen zu wollen, wenn der entsprechende Versicherungsvertrag nach Ablauf des Jahres geschlossen wurde, für das die Betriebskostenabrechnung erstellt wird.

Es ist eigentlich müßig zu erwähnen, dass bei einem Umzug und somit einer Änderung des Ortes, für denn die Rechtsschutzversicherung gilt, das entsprechende Versicherungsunternehmen über die neue Anschrift informiert werden muss.